Stories Connecting Dots Ep. 42: Benedikt Stemmildt – Die Agenten hören nie auf
Agenten bauen dir in einer Nacht mehr Software, als dein Markt in einem Jahr verdaut. Wer sagt ihnen, wann's genug ist?
Agenten bauen dir in einer Nacht mehr Software, als dein Markt in einem Jahr verdaut. Wer sagt ihnen, wann’s genug ist?
Benedikt bringt Firmen bei, Software Factories zu bauen. Er macht das mit so viel Überzeugung, dass er dafür mit Freunden eine Firma gegründet hat: hackers&wizards. Die beste Adresse in Deutschland, um zu lernen, wie man eine Agenten-Factory aufbaut und betreibt. Factories sind Maschinen, in die man Requirements reinwirft und hinten kommt Software raus. Die Agenten schnappen sich Tickets, finden Bugs, fixen sie und rufen den Menschen nur noch dann, wenn sie ihn brauchen.
Während die einen sagen, dass es das nicht gibt oder es nicht funktioniert, sitzen Benedikt und Co. mitten in dieser Welt, machen das und zeigen Firma für Firma, wie es geht.
Im Podcast reden wir darüber, wie er da hingekommen ist und warum er sich genau das ausgesucht hat. Pentium 4 mit Turbotaste, Visitenkarten-Websites mit zwölf, und dann war er bei Otto, wo es Entwicklern immer gut ging. Im Dezember 2025 haben sich die Anfragen nach agentischer Entwicklung überschlagen und dann kam die Gründung.
Bei Loops wird er grundsätzlich. Wie viele Loops gibt es eigentlich? Wie baut man Vertrauen in etwas, das man nicht mehr Zeile für Zeile liest? Warum Spec-Driven Development das alte Pflichtenheft-Problem nur schneller macht. Und warum die Factory uns nicht seltener zusammenbringt, sondern – gegen jede Intuition – sogar öfter.
Am Ende die Gretchenfrage, aus der unser gemeinsamer Artikel „Breaking the Loop“ entstanden ist: Die Maschine ist schnell. Der Markt ist träge. Und Agenten hören von allein nicht auf. Wie geht man damit um?
Benedikt Stemmildt — Founder & Co-CEO von hackers&wizards, Hamburg
Kapitel
- 0:00 — Cold Open: 2.000 Pull-Requests
- 0:56 — Normale Leute, abgefahrene Dinge: Software Factories
- 2:39 — Wer ist Benedikt? Pentium 4, Turbotaste, Dreamweaver
- 4:25 — Otto: wo es Entwicklern immer gut ging
- 5:23 — Developer Experience und der erste AI-Moment
- 7:10 — Wie aus Trainings eine Firma wurde
- 9:56 — Dezember 2025: Die Anfragen überschlagen sich
- 11:09 — Raus aus dem Chat: Ordner, Outcome, Kontext
- 13:35 — Cline, die erste Loop, Subagenten
- 18:42 — Die Bubble ist winzig
- 23:21 — Einer macht 2.000 PRs pro Woche. Und das Team?
- 24:43 — Templates erzwingen Einigung
- 28:00 — Vertrauen: wie bei einem neuen Kollegen
- 32:15 — Erst mal alles zutrauen
- 34:24 — Kontext-Engineering ohne Hochglanz
- 38:12 — “Ich glaub dir nicht, dass du vertraust”: Loops auf allen Ebenen
- 44:41 — Was eine Factory physisch ist
- 47:03 — Weniger coden, glücklicher sein
- 49:36 — Prozessverbesserung ohne ITIL
- 51:05 — Linter, gehackte Metriken, Habit Hooks
- 55:51 — Code war nie das Problem
- 59:01 — Warum Spec-Driven Development nicht reicht
- 1:01:42 — Probefahrt statt Prospekt
- 1:04:48 — Zwei Arten, mit AI zu arbeiten
- 1:07:19 — Die Gretchenfrage: Der Markt ist träge
- 1:09:48 — Wann hört der Agent auf?
- 1:12:54 — Das Halteproblem und das “gut genug”
- 1:14:44 — “Ich wusste nicht, dass ich das kann”
Erwähnt
- hackers&wizards: hackersandwizards.dev
- Unser Artikel: „Breaking the Loop“ – Benedikt Stemmildt & Markus Andrezak: ueberproduct.de/breaking-the-loop
- Markus Andrezak: AI Flow Dynamics – The Loops Don’t Get Faster On Their Own
- Markus Andrezak: Option Storming – The 3D Chess Behind Claude Code
- Habit Hooks: github.com/habit-hooks/habit-hooks
- Eliyahu M. Goldratt: The Goal / Theory of Constraints
- Dan Shapiro: The Five Levels: From Spicy Autocomplete to the Software Factory
- Boris Cherny / Claude Code: claude.ai/code
- Cline, Aider, GitHub Copilot, Microsoft Copilot (erwähnt)
Hören
Strategie machen.